Was kostet nachhaltiger & wertvoller Tourismus?

Bhutan reguliert über strikte Vorgaben seinen Tourismus und seit jeher ist die Maxime „Low volume, high value“. So will das Königreich Overtourism verhindern und ein einzigartiges Reiseerlebnis ermöglich.

Die Reisekosten sind also zugegebenermaßen hoch auch weil die bisherige Tourismusabgabe (Sustainable Development Fee SDF) im Juli 2022 von USD 65 auf USD 200 pro Übernachtung erhöht wurde. Damit möchte die Regierung verstärkt in Projekte für den Schutz von Umwelt und Natur, in bessere Ausbildung und gut bezahlte Arbeitsplätze investieren.

Zur SDF-Abgabe, die gänzlich an den Staat abgeführt wird, kommen die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Transport, Reiseleitung, Eintritte/Permits und Trekkingkosten hinzu. Sie haben dafür nur minimale Zusatzkosten vor Ort, werden von qualifizierten Reiseleitern betreut und erleben Bhutan ohne Massentourismus.


Auswirkungen auf das Reiseverhalten

Die Erhöhung der SDF-Abgabe ist schwerwiegend für den touristischen Sektor. Experten rechnen mit einem Besucher-Rückgang. Die Reisezeit im Land wird sich reduzieren, Regionen abseits der Touristenwege wie Ostbhutan, der Süden, abgelegene Täler wie Lhuentse oder Trekking-Touren haben das Nachsehen. Aber vielleicht profitieren unsere Homestays, Farmstays und Heritage Houses mit ihren günstigeren Übernachtungstarifen und ihrem besonderen Erlebniswert an der geänderten Kostenstrategie der Regierung. Das wäre wünschenswert.