Unsere Bhutan Insight-Reiseinformationen bieten Fakten, Festivaldaten und landespezifische Besonderheiten zu Bhutan, Ladakh mit Nordostindien und Sikkim. Sie erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Änderungen bleiben grundsätzlich vorbehalten.

Bhutan

Fläche: 38.117 km²
Einwohnerzahl 2026: ca. 802.000 (51% städtisch, 49% im ländlichen Raum)
Bevölkerungsdichte: ca. 21 Einwohner pro km²
Lebenserwartung bei Geburt: 75,8 bei Frauen; 72,1 bei Männer
Politisches System: konstitutionelle Monarchie
Staatsreligion: Tantrischer Mahayana Buddhismus
Staatsoberhaupt: König (Druk Gyalpo) Jigme Khesar Namgyel Wangchuck
Regierungschef: Ministerpräsident Lotay Tshering
Geistlicher Führer: Je Khenpo Trulku Jigme Choedra

BIP pro Kopf 2026: 4.867 US$
BIP insgesamt 2026: 3,86 Mrd. US$
Inflationsrate Mai 2026: 7,72%
Erwerbstätige: in Land-und Forstwirtschaft: 54,6%, im produzierenden Gewerbe: 11,1%, im Dienstleistungssektor: 34,3%
Erwerbslosenquote allgemein: 3,4%, Jugenderwerbslosigkeit (15-24 Jahre): ca. 14,7%
Handelspartner (2012) Warenexporte: Indien 93,7%, Deutschland 0,1% / Warenimporte: Indien 78,8%, Deutschland 0,4%

Kohlendioxidemission: 2,3t pro Einw. (BRD 8,1t pro Einw.)
Erneuerbare Energien: 87,4% des Endenergieverbrauchs

Alphabetisierungsrate (Erwachsene 15+): 70,9%
Nationalsprache: Dzongkha
Währung: Ngultrum (Nu., BTN)
Nationaltier: Takin
Nationalblume: Blaumohn
Nationalbaum: Himalaya-Zypresse
Nationalvogel: Kolkrabe
Nationalsport: Bogenschießen
Zeitzone: MEZ +5 Winterzeit, +4 Sommerzeit

Festivals oder Tshechus sind keine Festumzüge oder Unterhaltungsveranstaltungen. Vielmehr sind sie fester Bestandteil des religiösen Lebens der Menschen in Bhutan. Mit Meditation und dem Studium überlieferter, buddhistischer Schriften bereiten sich die Tänzer auf das Fest vor. Die Meister des Tanzes verwandeln sich in Gottheiten, schlüpfen in die Rolle von Dämonen, Gottheiten und Heiligen und werden eins mit den Figuren, die sie verkörpern.
Diese jahrhundertealten Tänze (chams) preisen die großen Taten von Guru Rinpoche, mal besiegen sie den Gott des Windes, mal werden die Gottheiten des Bodens beschwichtigt. Sie alle sind voller Symbolik und erzeugen eine spirituelle Kraft, die seine Besucher segnet und sie ein Stück näher dem Dharma bringt.

Bhutan Festivals 2026
Bhutan Festivals 2027

Frühling und Herbst sind angenehme Jahreszeiten mit Temperaturen von 20 bis 30°C. Der Sommer ist dem Monsun vorbehalten mit Regen, hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 30°C. Aber auch in Bhutan sind die weltweit klimatischen Veränderungen zu spüren, die von den Statistiken und bisherigen Klimabedingungen abweichen.

Frühling (März – Mai) – Blütezeit
Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. Rhododendren, Magnolien, wilde Orchideen und der berühmte blaue Mohn blühen je nach Höhenlage im April/Mai.
Durchschnittstemperaturen: 15°C-20°C, in Ost- und Südbhutan bis auf 26°C.
Gute Reise- und Trekkingsaison mit eingeschränkter Bergsicht.

Monsun (Juni – September)
Regenzeit mit starken Niederschlägen. Schönes Wechselspiel aus Sonnenschein und Regen mit Temperaturen bis über 30°. Üppige Vegetation. Es kommt zu Erdrutschen und Straßensperren. Die Wanderwege sind oft rutschig und schlammig. Zecken- und Blutegel treten häufig auf.

Herbst (Oktober – Ende November) – gute Bergsicht
Trockenes Wetter mit warmen Temperaturen im Flachland und angenehmen bis kühlen Temperaturen in den hohen Bergregionen. Die Schwarzhalskraniche treffen Anfang November im Phobjikha Tal und im Bumdeling Nationalpark im Osten ein.
Gute Reise- und Trekkingzeit mit oftmals klarer Bergsicht und vielen Klosterfesten. Hochsaison

Winter (Dezember– Februar)
Oftmals klares und stabiles Wetter. In Höhenlagen bis 2000m ist es nicht allzu kalt mit Sonnenschein. Schneefall gibt es meist in Höhenlagen über 3000 bis 4000 Metern. Die Schwarzhalskraniche verlassen Ende Februar Bhutan.
Gute Reisezeit für Reisen in den Süden (Zhemgang) und Osten. Kaum Besucher, etliche Klosterfeste.

Flüge nach Bhutan
Bhutan besitzt nur einen internationalen Flughafen: Paro. Dieser wird ausschließlich von den beiden Fluggesellschaften Druk Air und Bhutan Airlines angeflogen, Fremd-Carrier sind nicht zugelassen.

Drukair bedient folgende internationale Destinationen (Änderungen vorbehalten):

Indien
Bagdogra (IXB) – 2x wöchentlich
Delhi (DEL) – täglich
Kalkutta (CCU) – 4x wöchentlich
Bodh Gaya (GAY) – saisonal Dezember, Januar und Februar

Kathmandu (KTM) – täglich
Bangkok (BKK) via Bagdogra – täglich
Singapur (SIN) via Guwahati – 2x wöchentlich
Dubai
(DXB) – 2x wöchentlich

Bhutan Airlines ist eine private Fluggesellschaft mit den Destinationen Delhi, Bangkok, Kalkutta und Kathmandu

Vor dem Weiterflug nach Paro sollte ausreichend Transitzeit (mindestens 4 Stunden) eingerechnet werden, da die Einreiseformalitäten im Transitland erfolgen. Auch kann Ihr aufzugebendes Gepäck nicht bis Paro durchgecheckt werden. Mit (kurzfristigen) Flugzeitenänderungen, Verspätungen oder gar Flugausfällen sollte man immer rechnen, da alle Flüge nach/ex Paro auf Sicht erfolgen.

Inlandsflüge (Änderungen vorbehalten)
Jakar (BUT) Bumthang – täglich
Yonphula (YON) / Ostbhutan – 3x wöchentlich
Gelephu (GLU) / Zhemgang – 2x wöchentlich

Fluggerät: ATR mit ca. 40 Sitzplätzen. Bei schlechter Sicht, Regen und kräftigen Winden etc. kann es zu Flugausfällen kommen.

Royal Bhutan Helicopter Services bietet Panoramaflüge (von 30 Minuten bis zu 3  Stunden) sowie Passagiertransporte zwischen den Tälern an. Vorrangig werden Hubschrauber jedoch für Frachttransport, medizinische Notfälle, bei Feuerbekämpfung etc eingesetzt. Flugkosten nennen wir gerne auf Anfrage.

Ein- und Ausreise auf dem Landweg (Änderungen vorbehalten)

  • Jaigaon/Phuentsholing: im Südwesten, Grenzort zu Sikkim
  • Samdrup Jongkhar: im Südosten, Grenzort zu Guwahati / Assam

Straßen
Es gibt ein weites Straßennetz mit einem vergleichsweise niedrigen Verkehrsaufkommen. Wegen der zerklüfteten Bergwelt und den kurvenreichen Straßen kommt man nur langsam vorwärts.

Die Nationalstraße von Westen nach Bumthang wurde in den letzten Jahren ausgebaut und verbreitert. Das macht die Fahrstrecke angenehmer und die Fahrzeiten kürzer. Die Verbindungsstraße, die von Bumthang in den Osten führt, wird zur Zeit ausgebaut. Wegen der Baustellen kann es zu Wartezeiten kommen.

Grundsätzlich ist während und nach der Regenzeit auf allen Streckenabschnitten mit Erdrutschen und Straßenblockierungen/Baustellen zu rechnen. Das kann zu längere Fahrzeiten und ggfs. auch zu Änderungen des Reiseablaufes führen.

Bhutanische Fahrer sind jedoch umsichtige und rücksichtsvolle Fahrer und sehr geduldige Personen.Die schönen Landschaften und Sehenswürdigkeiten am Wegesrand entschädigen für die langen Fahrten, dennoch können die Fahrtage anstrengend sein.

Fahrzeuge
Für Reisen in kleiner Gruppe werden Coaster-Busse eingesetzt, bei Privatreisen sind es kompakte PKWs mit 4 Türen. In abgelegenen Region kommen Boleros zum Einsatz. Die meisten Fahrzeuge werden aus Indien importiert, Standard und Komfort können also nicht mit Fahrzeugen in Europa verglichen werden.

Unterkünfte
Bhutan bietet ein erstaunliches Spektrum an Unterkünften: von traditionellen Homestays über gute Standardhotels und Lodges bis hin zu internationalen wie nationalen 5* Luxus Hotels (COMO Uma, AMAN, Gangtey Lodge, Six Senses, &Beyond)

Trekking
Auf allen Bhutan Insight Trekking- und Wandertouren werden Sie von einem Englischsprechenden Kultur-Wandernguide begleitet, der eine Trekking-Lizenz besitzt. In abgelegenen Regionen wie Zhemgang (Südbhutan) oder im Osten nutzen wir noch lokale Führer oder Einheimische, die in dieser Gegend zu Hause sind und über Detailwissen verfügen.

Das kleine Königreich wird grob in West-, Zentral-, Ost- und Südbhutan eingeteilt.

Westbhutan – Kultur  & Wellness

Der Westen Bhutans umfasst die Distrikte Paro, Thimphu, Haa, Wangdue Phodrang, Punakha, Phobjikha und Gasa. Die Menschen dieser Region werden als Ngalop oder Ngalongpa bezeichnet. Westbhutan verfügt über eine gute touristische Infrastruktur mit guten Straßen, einer Vielzahl an unterschiedlichen Unterkünften (vom Homestay bis zum Luxushotel), recht gut erreichbare Sehenswürdigkeiten aber auch abgelegene Orte. Wer gerne das zeitgenössische Leben kennenlernen möchte, der kann dies in der Hauptstadt Thimphu tun.

Die besten hochalpinen Treks wie Snowman Trek, Chomolhari Trek, Lingshi-Laya Trek oder Druk Path Trek. In den Tälern des Westens gibt es schöne Kurztreks, das malerische Haa Tal und die Möglichkeit von einem Tal ins andere zu wandern (Trans Bhutan Trail):

Die wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten sind das berühmte Taktsang/Tigernest, die Klöster Cheri, Tango und Phajoding sowie Chime Lhakhang und Punakha Dzong um nur einige Attraktionen zu nennen. Die wichtigsten Festivals sind das Paro Tshechu, Punakha Tshechu, das Gangtey Black Crane Festival und das Mountain Festival in Laya.

Highlights: Taktsang, Kyichu Lhakhang, Klöster, Tempel, Punakha Dzong, Phobjikha Tal, Schwarzhalskraniche, Rafting, Kochkurs, urbanes Leben, Choki Traditional Art School, Trekken in alpinen Regionen, Wellness & Spa
Unterkünfte: Farm- und Homestay, Mittelklasse Hotel, Boutique- und Luxushotel
Reisezeit: ganzjährig

Zentralbhutan – das spirituelle Zentrum

Zu dieser Region gehören die Täler von Bumthang und die Region um das historisch bedeutsame Trongsa. Bumthang wird wegen seiner Klöster und Tempel als das spirituelle Zentrum des Landes bezeichnet. Bedeutende Lehrmeister und Heilige wirkten hier, unterwarfen Dämonen und fanden „Termas“, verborgene, heilige Texte und Reliquien. Die vielen Klöster, Medtitationshöhlen und Tempel sind Zeugnis der Bedeutung des Buddhismus in dieser Region.
Die Seitentäler von Bumthang bieten wunderbare Möglichkeiten das ländliche Leben kennenzulernen. Beim Mittagessen auf dem Bauernhof können Sie traditionelle Gerichte wie Ema Datsi (Chili mit Käse), Buchweizennudeln (puta) und Buchweizenfladen (kuli) probieren. Darüber hinaus bietet diese Region malerische Tageswanderungen und Kurztreks. Die Landschaft mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna ist einmalig.

Highlights: Jampay & Kurje Lhakhang, Kloster Tharpaling, Tamshing Lhakhang, Tang und Ura, ländliche Festivals, Meditation, Alltagsbuddhismus, Textilworkshop, Yathra Weberei, Pilze (August) wie boletus reticuloceps
Home-Farmstays in den Tälern von Bumthang, Dorferlebnis, traditionelle Küche
Reisezeit: ganzjährig außer Monsunzeit; Inlandsflug empfehlenswert

Ostbhutan – wild und unentdeckt

Zu Ostbhutan gehören Mongar, Lhuentse, Trashigang, Trashiyangtse, Pemagatshel und Samdrup Jongkhar an der Grenze zu Assam. Der Osten ist touristisch viel weniger erschlossen als West- und Zentralbhutan. Es gibt keine touristische Infrastruktur, die Unterkünfte beschränken sich meist auf Homestays, Hotels sind nur vereinzelt zu finden und bieten nicht den Komfort von Westbhutan.

Das macht die Region zu einem ganz besonderen und einzigartigen Reiseerlebnis. Wer authentisches Leben in ländlicher Region, tiefer in Alltagskultur und die echte Gastfreundschaft erleben möchte, der ist von Ostbhutan beeindruckt. Dafür muß man auf Komfort verzichten und nichts gegen holprige Straßen haben. Charakteristisch für den Osten sind steile Täler mit teilweise schroffen Felsformationen (Lhuentse). Typisch sind auch Streudörfer mit Reis- und Maisterrassen.
In den Hochtälern von Merak und Sakteng leben die Brokpa. Sie kleiden sich ganz anders als die Bhutaner, sprechen einen eigenen Dialekt und ziehen mit ihren Yaks über die Hochweiden. Nur im Winter kommen sie in die wärmeren Regionen und treiben Tauschhandel.
In Ostbhutan ist das traditionelle Handwerk wie Töpfern, Bambusflechten, Drechseln, Holzschnitzen  und die Webkunst (Kishutara, Rohseide und Baumwolle) beheimatet. Die landwirtschaftlichen Produkte umfassen Reis, Mais, Hirse und allerei Gemüse sowie Früchte das ganze Jahr hindurch (Mangos, Mandarinen, Guave und Papayas).

Highlights: authentische Landleben, versteckte Tempel und heilige Orte, abgelegene Dörfer, Homestays & echte Gastfreundschaft, Kishutara Textilien, Seidenweberei, Töpferei, Yaknomaden, Schwarzhalskraniche im Bumdeling Nature Reserve, Festivals
Reisezeit: ganzjährig, angenehm in den Wintermonaten, wo viele Festivals und Zeremonie stattfinden; im Monsun können ländliche Regionen schwer erreichbar sein

Südbhutan – Monpa Kultur & Biodiversität

Zu Südbhutan zählt man Chukha, Dagana, Tsirang, Zhemgang, Sarpang und Gelephu. Diese Regionen besucht man wegen ihrer besonderen Kultur, der unberührten Natur und wegen seiner traditionellen Handwerkskunst wie die Nesselweberei in Langthel und das Bambusflechten in Bjoka. Ein Geheimtipp für Abenteurer ist der Monpa Trek, der Einblicke in das Leben der Monpa, der „Indigenen“ Bhutans vermittelt. Sie haben eine eigene Sprache und ein unglaubliches Wissen um die Wirkung lokaler Heilpflanzen. Auch für Forstinteressierte, Orchideenliebhaber und Vogelkundler sind diese Regionen ein Paradies!

Im Winter ist dieses Gebiet am Besten zu bereisen. Abenteuerlust und Pioniergeist sind Voraussetzung.
Außerhalb der Monsunzeit lohnt der selten begangene Dagala Trek zu malerischen Bergseen auf 4.000m Höhe. In der touristisch noch unerschlossenen Region Tsirang gibt es Trekking mit Homestay für all jene, die sich für Flora, Fauna und die Kultur der Lotshampa interessieren. Für Forstinteressierte und Botaniker sind diese Gebiete ein Highlight!

Highlights: Einblick in Kultur & Sitten der Monpa und Lhotshampa, Orchideen-SIchtungen, subtropische Flora & Fauna im Royal Manas Nationalpark, Vogelbeobachtungen, Wandern
Reisezeit: Winter, Frühjahr und Herbst mit angenehmen Temperaturen; im Sommer ist es heiß und schwül

Bereits aus dem Rechtskodex von 1629, der als eine Art Verfassung des mittelalterlichen Bhutans angesehen wird, stammt das Zitat: „if the government cannot create happiness for its people. then there is no purpose for the government to exist.“
Die erste Erwähnung des Begriffes «Bruttonationalglück« (BNG) fiel 1979 durch Jigme Singye Wangchuk, den 4.König von Bhutan. Die vier Säulen des BNG sind:

  • nachhaltige und gerechte wirtschaftliche Entwicklung
  • Bewahrung und Förderung kultureller Werte
  • Ökologische Nachhaltigkeit dh Schutz der Natur und Umwelt 
  • gute Regierungsführung und Gleichheit vor dem Gesetz

Der König wollte damit zum Ausdruck bringen, dass bei der Wirtschaftsentwicklung des Landes nicht das konventionelle westliche Modell, welches Wirtschaftswachstum zum wichtigsten Kriterium politischen Handelns macht, im Zentrum stehen, sondern Rücksicht auf die Natur, auf die einzigartigen kulturellen und religiösen Werte des Landes zu nehmen ist.

Die Auswahl an Reiseführern in deutscher Sprache ist bescheiden. Informativ sind nachstehende Reiseführer:
Bhutan. Francoise Pommaret
 Bhutan: Unterwegs im Himalaya-Königreich. Andreas von Heßberg, Trescher Verlag

Fachbuch zu Textilien in englischer Sprache
Fabric of Life – Textile Arts in Bhutan. Karin Altmann

Fachbuch zur Kulinarik in englischer Sprache
Chilli and Cheese – Food and Society in Bhutan. Kunzang Choden

 Reise Know-How Landkarte Bhutan 1 : 250.000 World Mapping Project

Ladakh & Nordostindien

Ladakh ist ein kleines, außergewöhnliches Land im äußersten Norden von Indien mit einer sehr lebendigen tibetisch-buddhistischen Kultur, die jeden Alltags- und Lebensbereich seiner Bewohner durchdringt. Die Klöster entlang dem Indus bergen einmalige Wandmalereien und Statuen zahlloser Gottheiten. Klosterfeste mit uralten Maskentänzen werden mit großer Inbrunst und Andacht während des ganzen Jahres gefeiert.
Wilde, raue Landschaften und karge Berge von magischer Schönheit, tiefblaue Gletscherseen und traditionelle Dörfer umgeben von grünen Oasen erwarten den Besucher. Die Menschen sind freundlich, das Klima ist für uns recht angenehm. Einzig die Höhe von durchschnittlich 3.500m macht manchem Reisenden Sorgen. Oft unbegründet, denn wer sich an nur wenige Regeln hält, passt sich üblicherweise auch schnell an.

Ladakh

Fläche: 59.146 km²
Hauptstadt: Leh
Einwohner: 297.000 (2021)
Bevölkerungsdichte: 6,6 Einwohner je km²
Politisches System: seit 2019 Unionsterritorium von Indien mit einem Gouverneur
Staatsreligion: Religionszugehörigkeit: 40% tibetische Buddhisten (im Distrikt Leh 66%, im Distrikt Kargil 14%), 45% Muslime (im Distrikt Leh 14%, im Distrikt Kargil 77%), 15% andere Religionen (vorwiegend Hindus, einige Sikhs, Jains und Christen)

BIP pro Kopf 2026: 3.232 US$
BIB insgesamt 2026: 1 Mrd US$
Erneuerbare Energien: 73%
Alphabetisierungsrate (Erwachsene 15+): 83,5%
Erwerbsbeteiligungsquote allgemein: 49,6% (2001)
Nationalsprache: Tibetisch, Ladakhi, Hindi
höchster Berg: Kang Yaze 6.400m

Nordostindien (Assam, Nagaland, Arunachal Pradesh)

Fläche: 78.438 km² (Assam), 16.527 km² (Nagaland), 83.734 km² (Arunachal Pradesh)
Hauptstadt: Gauhati (Assam), Kohima (Nagaland), Itanagar (Arunachal Pradesh),
Einwohner: 31,2 Mio. Assam; ca. 2,1 Mio. Nagaland; ca. 1,5 Mio. Arunachal Pradesh
Bevölkerungsdichte je km²: ca. 380 Einw. (Assam); ca. 122 Einw. (Nagaland), ca. 17 Einw.
Politisches System: Unionsterritorium von Indien mit einem Gouverneur

BIP pro Kopf 2026: 1.858 US$ Assam, 2.070 US$ Nagaland, 2.880 US$ Arunachal Pradesh
BIB insgesamt 2026: ca. 69 Mio US$ Assam, 4,8 Mio. US$ Nagaland, 4.6 Mio. US$ Arunachal Pradesh

Währung: indische Rupie (INR)
Zeitzone: MEZ +4,5 Winterzeit, +3,5 Sommerzeit

Die beste Reisezeit hängt nicht nur vom Klima ab, sondern auch von der touristischen Auslastung. Eine gleichmäßige Verteilung der Besucher hilft nicht nur der Umwelt, sondern sorgt auch für ein authentischeres Reiseerlebnis. Es lohnt sich auch etwas außerhalb der Hochsaison nach Ladakh zu reisen z.B: im Mai und bis Mitte Oktober.

beste Reisezeit für Ladakh: Juni bis Ende September
beste Reisezeit für Zanskar: Juli bis Oktober

Ladakh liegt in einer Hochgebirgswüste hinter dem hohen Himalaya-Hauptkamm, der die regenreichen Monsunwolken abhält und diese bereits vor dem Hauptkamm abregnen läßt. Wie in allen Wüstenregionen gibt es auch in Ladakh extreme Temperaturschwankungen, die noch durch die Höhenlage verstärkt werden. Die Temperaturen variieren nicht nur zwischen Tag und Nacht, sondern auch zwischen Sommer und Winter.
Der Sommer in Ladakh ist relativ kurz und heiß mit intensiver Sonneneinstrahlung, wobei im Juli und August die Temperaturen bei 30°C liegen können. Hinzu kommt die außergewöhnliche Trockenheit. Ab Mitte Mai sind die meisten Pässe passierbar.
Im Winter zwischen Dezember und März können die Temperaturen nachts auf -30°C fallen. Auf den Pässen liegt viel Schnee. Die Wintermonate sind für Reiseerfahrene geeignet, denn dann ist Festivalzeit ohne Touristenaufkommen und die es ist die beste Zeit um die scheuen Schneeleoparden zu sichten ist (Dezember bis Februar)

Doch seit einigen Jahren ist der Klimawandel auch in Ladakh zu beobachten durch einen Anstieg der Temperaturen, dem Abschmelzen der Gletscher und öfter auftretenden Regenfällen, besonders im Juli und August.

Was die Tag-Nacht-Unterschiede anbelangt, wird es auch im Sommer nach Sonnenuntergang kühl und ein leichter Pullover leistet gute Dienste. Im Industal, dem Hauptsiedlungsgebiet ist das Klima relativ mild, während es in der Changtang Hochebene nahe der tibetischen Grenze wesenlich rauer und kälter ist und selbst im August kann es zu Schneefall und Nebel kommen.

Doch bereits ab April wird die Sonne spürbar wärmer. Natur und Menschen erwachen aus ihrem Winterschlaf. Ab Mai beginnt die Natur zu sprießen, Bäume und Sträucher werden grün, die Aprikosen- und Mandelbäume blühen und verzaubern mit ihrem Duft. Die Temperaturen sind angenehm, die Luft ist frisch. Im Herbst (September bis Mitte Oktober) leuchten die Sträucher und Pappeln in sattem Gelb und Rot bei ca. 15-18°C.

beste Reisezeit für Assam: von November bis April, allenfalls  auch Oktober bis Mai: Der stürmische Monsun von Juni bis September eignet sich nicht für Reisen. Wegen Überflutung durch den Brahmaputra ist der Kaziranga Nationalpark von Mai bis Anfang November geschlossen.
beste Reisezeit für Nagaland & Meghalaya: November bis April
beste Reisezeit für Arunachal Pradesh: Frühling und Herbst

In verschiedenen Klöstern finden alljährlich farbenfrohe Festivals statt. Die Termine werden nach dem buddhistischen Kalender (Mondkalender) festgelegt. Es kann aber immer wieder vorkommen, daß Festivals kurzfristig geändert oder gar abgesagt werden und ein geplanter Besuch darum nicht stattfinden kann. Die bekanntesten Feste: Hemis, Ladakh Festival in Lehe, Lamayuru und Takthok.

Festivals in Ladakh 2026
Ladakh Festivals 2027

Ladakh ist ein faszinierendes Reiseland im äußersten Norden Indiens an der Grenze zu Pakistan und China. Umgeben von den mächtigsten Gebirgszügen der Welt, Himalaya und Karakorum, liegen die dünn besiedelten Täler auf einer durchschnittlichen Höhe von 3.500m.

Die Wasserläufe verschiedener, von Gletschern gespeister Flüsse wie Indu, Zanskar, Nubra, Shyok und Suru stellen eine ausreichende Wassermenge zur Verfügung, um in den Tälern Landwirtschaft zu betreiben. Wie Oasen wirken Ladakhs schmucke, von grün-gelben Feldern umrahmte Bergdörfer in der spektakulären und kargen Gebirgswüste des Hochplateaus. Auf vielen Bergkuppen dieser einsamen und grandiosen Landschaft stehen burgähnliche Klostersiedlungen und himmelblaue Seen kontrastieren mit den weißen Gipfeln, weiten Ebenen, hohen Pässen und tiefen Schluchten.

Tourismus in Ladakh

Der Tourismus in Ladakh verglichen mit Nepal oder Indien steckt hier noch in den «Kinderschuhen». In Leh und den wichtigen Klöstern des Indus-Tals kann es im Juli und August schon mal eng werden, in den entfernten Gebieten oder auf Trekkingtouren trifft man oftmals nur wenige westliche Besucher an. Mit Unvorhergesehenem, Verzögerungen oder Ungeplantem sollte man immer rechnen, vorgefaßte Meinungen und Ansprüche darf man gerne zuhause lassen.
Wer nach Ladakh reist, sollte offen und neugierig sein, Achtung vor den Sitten und Glaubensvorstellungen der Bewohner zeigen und an religiösen Orten Respekt wahren.

Besondere Unterkünfte

Flair und eine besondere Lage in eindrucksvollen Landschaften sind uns wichtiger als genormter Komfort. Wir bevorzugen kleine, landestypische Unterkünfte, die unserer Reisephilosophie entsprechen und meiden so gut es geht internationale Hotelketten. Unterkünfte in Ladakh sind deutlich einfacher als in anderen Regionen des Himalaya. Ausserhalb von Leh findet man vor allem einfache Gasthäuser und Lodges. Dusche/WC gehören i.d.R. zum Zimmer. Je nach Ort stehen auch Zeltcamps von einfach bis luxuriös zur Verfügung, entlang der Wanderwege auch Homestays mit Familienanschluß.
Eine Besonderheit sind die Shakti Dorfhäuser mit 2-4 Schlafzimmern. Diese traditionellen Häuser stehen Ihnen exklusiv zur Verfügung. Es gibt einen Privatkoch, der köstliche Mahlzeiten serviert, ein Wohnzimmer und meist eine Terrasse für Cocktails und herrliche Ausblicke.

Essen & Trinken

In Leh gibt es eine gute Auswahl an Restaurants, welche indische sowie chinesische und westliche Gerichte servieren. Ladakhische Gerichte sind in den Restaurants leider kaum zu finden, diese werden zuhause in den Familien gekocht. Ausserhalb von Leh ist die Auswahl an Restaurants klein, meist wird am Abend im Hotel gespeist (Buffet mit einer Auswahl an diversen Gerichten). Vegetarisches Essen ist überall erhältlich. Fleisch gibt es vorwiegend in grösseren Ortschaften.

Der Sommer bietet schmackhafte Aprikosen, Äpfel und frisches Gemüse. tropische Früchte werden vielfach aus dem indischen Flachland importiert.

Alkoholfreie Getränke sind sehr preiswert. Der indische Chai (Tee mit Milch und viel Zucker) ist überall erhältlich ebenso Schwarztee. In Leh empfehlen wir Trinkwasser im «Dzomsa» Laden zu kaufen. Bei diesem lokalen Projekt wird Quellwasser im Dampfkochtopf sterilisiert und danach abgekühlt und in eigene Flaschen abgefüllt. Dieses Wasser können Sie bedenkenlos trinken, es werden viele PET-Flaschen eingespart und Sie können aktiv mithelfen, Abfall zu reduzieren. Cola, Sprite etc. sind weit verbreitet, mittlerweile gibt es auch gute Coffeeshops mit «richtigem» Kaffee.

Beliebt unter Einheimischen ist Chang. Dieses «Gerstenbier» ist trübe und ähnlich wie saurer Most. Gutes indisches Bier und Alkohol wie Whisky, Rum etc. wird in einigen Hotels und Restaurants ausgeschenkt. In Leh gibt es außerdem einige «Wine Shops», wo alkoholische Getränke gekauft werden können.

Strassen

Ausserhalb des Indus-Tals sollte man mit holprigen Strassen oder Pisten rechnen.

Flüge | Landweg 

Flüge nach Leh erfolgen von Delhi.
Es sind Sichtflüge und sie finden nur bei guter Witterung und Thermik statt. Bei schlechten Sichtverhältnissen, starken Winden oder heftigem Regen kommt es zu (kurzfristigen) Flugausfällen oder Flugzeitenänderungen. In solchen Fällen versuchen wir die beste Lösung zu finden und passen das Programm entsprechend an. Ausreichende Transferzeiten zwischen den internationalen Flügen sind zwingend erforderlich.

Auf dem Landweg kann Ladakh via Kaschmir oder Manali erreicht werden (ab Mitte Mai, wenn die Pässe schneefrei sind)

Geschichte

Ladakh war als eigenständiges, buddhistisches Königreich in der Vergangenheit einigen Angriffen der umliegenden Länder ausgesetzt. Vor allem Tibet versuchte immer wieder das Land zu erobern. Durch einen Bund mit dem nordindischen Mogulreich konnte Ende des 17. Jahrhunderts die Selbstständigkeit bis ins 19. Jahrhundert hinein gesichert werden. Erst die Briten schlossen einen großen Teil Ladakhs schließlich in ihr Empire ein, was dann zur Übernahme in die heutige indische Republik führte. Weitere Teile des damaligen Königreichs gehören heute zu Pakistan und der Volksrepublik China. 1995 wurde der „Ladakh Autonomous Hill Development Council“ (Autonomer Bergentwicklungsrat Ladakh, LAHDC) gegründet, ein erster Schritt auf dem Weg zu wieder größerer Selbstbestimmung.

Wirtschaft

Neben Handel, Tourismus und dem Militär als Arbeitgeber spielen Landwirtschaft und Viehhaltung (meist Yaks, aber auch Kaschmirziegen) nach wie vor die entscheidende Rolle zur Sicherung des Lebensunterhaltes. Terrassenfelder mit raffinierten Bewässerungssystemen ermöglichen den Anbau von Getreide und Gemüse trotz der geringen Niederschlagsmengen. In niederen und geschützten Lagen wachsen Aprikosen-, Apfel- und Walnussbäume.

Völker und Religionen

Die heutigen Ladakhi stammen fast ausschließlich von zwei Volksstämmen ab: den Tibetern und den Darden, einem Volk aus dem heutigen Pakistan. Kulturelle Unterschiede finden sich fast nur noch in der Religionsausübung: etwa 84 % der Bevölkerung in Zentral- und Ostladakh sind Buddhisten, während eine Minderheit von ca. 15% vor allem im Westen dem Shia-Islam angehört. Unter den Buddhisten gehört die Mehrheit dem Mahayana Buddhismus an. Ansonsten sind alle in Tibet vorkommenden Ordensrichtigungen – auch die alte Bön-Religion – in Ladakh repräsentiert.
Der muslimische Glaube hat in dieser Region eine lange, auch stammesgeschichtliche Tradition: sie stammen von den eingewanderten Darden ab.

Weiterhin gibt es eine kleine Minderheit von Hindus und Christen. Der christliche Glaube kam durch die Herrnhuter Missionare aus Sachsen im 19. Jahrhundert nach Leh, die Hindus sind meist Einwanderer aus anderen Teilen Indiens.

historische Sehenswürdigkeiten

Klöster sind die Hauptsehenswürdigkeiten des Landes – und davon gibt es so viele wie Dörfer, denn in jedem Dorf steht zumindest eines. Das Dreigestirn der Klöster, die man als Ladakh Reisende/r gesehen haben sollte, sind Thikse (eines der schönsten), Hemis (das reichste) und Alchi (eines der ältesten).

Historisch Interessierte faszinieren die Paläste der ehemaligen Könige, die Ruinenfestungen der Fürsten, Felszeichnungen aus längst vergangenen Zeiten und der Flair der Karawanen der vergangenen Jahrhunderte, der noch heute am Basar von Leh zu spüren ist.

Vegetation

Ladakh’s Pflanzenwelt ist trotz karger und alpiner Bedingungen wunderschön und vielfältig. Besonders entlang der Bäche und auf den Hochebenen findet man eine erstaunliche Anzahl verschiedener Blumen: Anemonen, Astern, Geranien, Disteln, Blaumohn undEdelweiß wachsen hier. Zu den verbreiteten Sträuchern gehören der Sanddorn, der Wachholder und die wilde Rose. Zahlreiche Gräser, Blumen und Pflanzen, darunter Heilpflanzen die in der tibetischen Naturheilkunde Verwendung finden, wachsen in Höhen bis 5000 m ü. NHN. Es gibt zwar in Ladakh kaum Bäume, dafür kommen sie dort, wo sie von der Bevölkerung eingeführt worden sind umso besser zur Geltung: Pappeln, Weiden-, Birken- und Aprikosenbäume zieren die Dörfer und in tieferen Tälern wachsen Apfel-, Maulbeer- und Baumnussbäume.

Tierwelt

Trotz der extremen klimatischen Bedingungen ist Ladakh Lebensraum für viele Säugetiere, darunter das Yak, die Gams, der Steinbock, Wildziegen, Murmeltiere und Blauschafe (Pseudoisnayaur). Das Argali (Ovisammon) ist die größte in freier Natur lebende Schafart und kommt in Ladakh ebenso vor wie die kleinste Schafart, das Steppenschaf (Ovisorientalisvignei), auch Urial genannt.

Wichtigstes Schutzgebiet ist sicherlich der Hemis Nationalpark mit einer Größe von 4100km² und einer Höhe zwischen 3300m und 6000m. Hier leben neben geschätzten 40 Schneeleoparden (Panthera uncia) vor allem Braunbären und Wölfe, die Jagd machen auf die Blauschafe und die rund 300 Ladakh-Wildschafe (Urials). Rotfüchse und die niedlichen Langschwanzmurmeltiere leben im Gebiet des Stok Kangri ebenso die Tibetantilope (Pantholopshodgsonii) und der Rothund (Cuonalpinus). Im Changthang sind ganze Rudel des Tibet-Wildesels (Equuskiang) beheimatet.

Zu den interessanten Vogelarten Ladakh’s gehören das Tibetkönigshuhn (Tetraogallustibetanus), das Himalajakönigshuhn (Tetraogallushimalayensis) und diverse Rebhuhnarten. Das Land ist Heimat der seltenen Schwarzhalskraniche (Grus nigricollis), von Dohlen, Gänsegeier (Gypsfulvus), Raben und Bartgeier (Gypaetusbarbatus), der mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,9 Metern zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt gehört.

Sikkim

Lange Zeit galt Sikkim als einer der unerreichbarsten Orte der Welt, als letztes ‚Shangri-La’. Im Nordosten Indiens an der Südabdachung des Himalaya war es traditionell das bevorzugte Transitland zwischen Indien, Bhutan und Tibet. Es ist bis heute ein Schmelztiegel, in dem sich Geschichte, Tradition, Kultur und Widersprüchlichkeit des gesamten Himalaja auf kleinstem Raum widerspiegeln.

Fläche: 7.096 km²
Hauptstadt: Gangtok
Einwohner: ca. 703.000 (2025), davon leben im Süden, Westen und Norden mehr als 80% auf dem Land; 57% im Osten
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner pro km²
Politisches System: seit 1975 Unionsterritorium von Indien mit Einkammernparlament
Religionen: Vajrayana-Buddhismus (ca. 29%),Hinduismus (ca. 62%), Schamanismus, Christentum (ca. 10%), Islam (ca. 1,6%) sowie Sikhs und Jains.

BIP pro Kopf.: 7.700 US$ vor allem Landwirtschaft, Tourismus und pharmazeutische Verarbeitung
BIP Nominal 2026: 6 Mrd US$
Erneuerbare Energien: 100%
Alphabetisierungsrate (Erwachsene 15+): 81,4%
Geburtenrate: 1,24 Kinder pro Frau, die niedrigste in ganz Indien
Sprachen: Englisch, Nepali, Bhutia, Lepcha, Lumbu, Gurung, Sherpa, Tamang, Rai, Hindi
höchster Berg: Kanchenjunga 8.598m

Währung: indische Rupie (INR)
Zeitzone: MEZ +4,5 Winterzeit, +3,5 Sommerzeit

Sikkim liegt an den südlichen Hängen des Himalaya zwischen Nepal und Bhutan. Es hat tropische, subtropische, gemäßigte und alpine Regionen. Die tiefsten Täler liegen nur wenige Hundert Meter über dem Meeresspiegel, der höchste Punkt ist mit dem Gipfel des Kanchenjunga bei 8.600m erreicht. Die Schneegrenze liegt bei etwa 5.000m, die Baumgrenze bei 3.700m. Die meisten kulturellen Reisen finden in Höhen zwischen 1.200 und 2.000m. Der feuchteste Monat ist der Juli, die kältesten Monate sind Dezember und Januar.

Beste Reise-/Wanderzeit: Mitte Oktober bis Mai

Frühling – April bis Anfang Juni 
Der Frühling ist die beste Zeit, um Sikkims vielfältige Blumenpracht zu erleben. Dichte Wälder, farbig dank blühender Rhododendron- und Magnolien-Bäume, zieren die Berghänge und betören mit ihrem süßen Duft. Primeln, Orchideen und Bougainvillea haben Hochsaison. Die Landbevölkerung ist mit der Aussaat und dem Weiden beschäftigt.

Sommer – Mitte Juni bis September
Der Monsun beschert Sikkim heftige Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen von 20 bis 30°C. Die terrassierten Reisfelder werden mit Wasser gefüllt und der Reis bildet Wurzeln. Der Norden wird vom Monsun eher verschont und entfaltet jetzt seine farbenprächtige alpine Flora.

Herbst – Oktober bis November 
Dies ist die beste Wanderzeit: Der Monsun ist vorbei, die Täler sind grün, der Himmel tiefblau. Die Bergsicht ist klar und meistens scheint die Sonne. Der Herbst ist Erntezeit und es finden viele farbenfrohe Feste zu religiösen Anlässen statt.

Winter – Dezember bis März 
Milde Temperaturen und ein klarer Himmel sind ideale Voraussetzungen für das Wandern in tieferen Höhenlagen. Jetzt werden das sikkimische und das tibetische Neujahr gefeiert; religiöse Tänze und Bogenschießen werden durchgeführt. Besonders von Mitte Dezember bis Mitte Februar kann es (Nacht) Frost kommen. Im Dezember und Januar kann es stark frieren und die Straßen sind manchmal durch Schnee blockiert.

Anreise & Einreisebestimmungen

Flug nach Bagdogra ex Delhi oder Kalkutta. Von dort geht es mit dem Jeep hinauf nach Sikkim (ca. 4-5 Stunden Fahrt). Auf dem Rückweg nach Bagdogra lohnen ein paar Tage Erholung im Teeparadies von Darjeeling.

Wer im Anschluß an eine Sikkim Reise nach Bhutan weiterreist, fährt in ca. 6-7 Stunden zur Grenzstation von Jaigon/Phuntshoeling. Eine Übernachtung im bhutanischen Phuntshoeling empfiehlt sich, denn hier sind die Hotels in einem wesentlich besseren Zustand als im indischen Jaigon.

Für Sikkim wird ein indisches Visum benötigt und zusätzlich wird ein ILP (innerline permit für Sikkim), das von der Reiseleitung beim Grenzposten eingeholt wird. Für Trekking und den Besuch von Nordsikkim, Tsomgo Lake und anderen geschützten Regionen sind weitere Bewilligungen nötig, die wir organisieren.

Tourismus in Sikkim

Sikkim begeistert durch seine prächtige Bergwelt, sein tibetisch-buddhistisches Kulturerbe und seine archaischen Landschaften. Es ist ein Land mit einer Fülle von Möglichkeiten: egal ob Sie sich für fremde Kulturen, für Buddhismus, Botanik, Ornithologie, natürliche Heilkräfte, Tee, Bergsteigen interessieren oder nur das Erlebnis Himalaya suchen.
Die Vorstellung nahe den Götterbergen zu sein, die herzlichen Begegnungen mit den Menschen, die Ruhe und Schönheit der Natur lassen den eigenen Alltag rasch vergessen.

Sikkim ist nach wie vor ein Geheimtipp, viel weniger überlaufen als Nepal und ohne die Tourismusgebühr im Nachbarland Bhutan. Tourismus wird erst seit wenigen Jahren gefördert und steckt vielfach noch in den „Kinderschuhen“. Auch nach Corona kommt der Tourismus erst langsam wieder auf die Füsse und notwendige Renovierung (Unterkünfte, Straßen, Klöster) sind vielfach noch nicht beendet – einfach weil auch die finanzielle Mittel beschränkt sind.

Unterkünfte

Hotels
In größeren Ortschaften gibt es einige gute Mittelklasse-Hotels und Lodges, ansonsten sind die Unterkünft in Sikkim sehr einfach aber sauber. Alle Hotels/Lodges verfügen über ein eigenes Badezimmer mit Dusche und westlicher Toilette.

Homestays – Hausgast sein in Sikkim

Möchten Sie sich bewußt abseits der touristischen Regionen aufhalten, mit andersartigen Sitten und der ländlichen Bevölkerung in Kontakt kommen? Ungewohntes eher als Geschenk oder als Herausforderung betrachten? Dann sollten Sie Hausgast werden und in den traditionellen, einfachen Häusern der Sikkimesen einkehren.

Grundsätzlich beziehen Sie ein eigenes Zimmer, das einfach und sauber ist und in das Sie sich jederzeit zurückziehen können. Das Badezimmer mit Warmwasser und westlichem WC entspricht jedoch nicht unserem westlichen Standard, ist aber saube. In abgelegenen Regionen Sikkims gibt es nur Eimer-Prinzip als Dusche, die Toilette ist außerhalb des Hauses.
Die Hausfrau serviert frische, heimische Küche – ein schmackhaftes, kulinarisches Erlebnis.

Shakti Village Houses – Sikkim für den anspruchsvollen Gast
Shakti Village Houses“ sind traditionelle, sensibel und aufwendig renovierte Häuser, die Ihnen exklusiv zur Verfügung stehen und in spektatkulärer Natur, meist in kleinen Dörfern zu finden sind. Diese Dorfhäuser sind für den anspruchsvollen Reisenden, für Familien oder eine kleine Gruppe von Freunden. Wer modernen Komfort nicht missen möchte, aber auch das Unverfälschte abseits der Touristenpfade sucht, ist hier herzlich willkommen.

Jedes Dorfhaus kann bis zu 6 Personen beherbergen, alle Zimmer verfügen über ein eigenes, modernes Badezimmer nach westlichem Standard. Die Mahlzeiten werden von einem Privatkoch nach Landesart und immer frisch zubereitet. Außerdem gehört zu jedem Shakti-Village House ein gemütliches Wohnzimmer, eine Bibliothek mit Büchern und Spielen sowie eine große Terrasse mit Korbmöbeln, Feuerstelle und wundervoller Aussicht.

Essen & Trinken

Auf den terrassierten Feldern Sikkims werden auf einfachste Weise, nur von Hand oder mit Unterstützung durch von Ochsen gezogene Holzpflüge, vor allem Reis, Mais, Kartoffeln und Hirse angebaut. Des Weiteren finden sich Anpflanzungen von verschiedenen Sorten Tees und Gewürzen. Die in den subtropischen Regionen wachsenden Mandarinen, Äpfel, Papaya und Bananen tragen zur Früchtevielfalt von Sikkim bei; schwarzer Kardamom, Tee, Mandarinen und Ingwer gehören zu den Hauptexportgütern. Reis und Dhal, die Suppe aus Hülsenfrüchten, sind Grundnahrungsmittel der Bevölkerung. Außerdem sind tibetische (Reis)Nudel-Gerichte, Fleischtäschchen (Momos) sowie die weitergehende indische und chinesische Küche inzwischen überall verbreitet. Eine Besonderheit der sikkimischen Küche sind historische und äußerst schmackhafte Gerichte aus Brennnesseln, fermentiertem Blattgemüse und Lilien, die Sie sich während einer Rundreise durch Sikkim keinesfalls entgehen lassen sollten.

Straßen

Alles ist bergig und holprig, damit auch das Vorwärtskommen verlangsamt. Es gibt keine Verkehrszeichen oder Schilder mit Geschwindigkeitshinweisen. Man kann ohnehin nicht schneller als 25 km/h fahren, denn der Straßenzustand ist nicht mit Europa zu vergleichen.  In abgelegenen Regionen können die schlechten Straßen anstrengend werden. Aber in  Sikkim ist man ist ohnehin besser zu Fuß unterwegs.

Geschichte

Die Ureinwohner des heutigen SIkkims sind die Lepcha, die bereits im 8.Jahrhundert hier siedelten. Ihrer Vorstellung nach stammen sie aus dem Berg Kangchendzönga (8.543m), Heimat ihrer Schutzgottheit. Später kamen die Bhutia aus Osttibet ins Land. Der erste Herrscher aus der Chogyal-Dynastie regierte von 1642 bis 1670 und wurde von tibetischen Lamas in sein Amt eingesetzt. Er reorgnisierte die Verwaltung des Landes, teilte es in 12 dzongs (Bezirke) ein. Sein Nachfolger verlegt die Hauptstadt von Yuksom nach Rabdentse.

Aufgrund seiner exponierten Lage, die einen guten Zugang von Indien nach Tibet ermöglichte, erlangte Sikkim frühzeitig strategische Bedeutung. Von 1641 bis 1975 war Sikkim ein Königreich unter dem Chogyal (tib.: chos rgyal; „Dharmakönig“). Seit dem Ende des Gurkha-Krieges (1814–1816) übte die Britische Ostindien-Kompanie einen gewissen Einfluss in Sikkim aus. Nepal mußte territoriale Zuständnisse machen und formell die Unabhängigkeit Sikkims anerkennen. 1835, 1849 und 1861 musste Sikkim Teile der Region Darjeeling an die die britische Kolonialmacht abtreten und ihr volle Handelsfreiheit zugestehen. 1861 wurde Sikkim mit dem Vertrag von Tumlong de facto ein Protektorat des Vereinigten Königreiches und 1953 unter indische Verwaltung gestellt. 1975 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen nepalesischen Hindus und den Chogyal. Die indische Armee stellte daraufhin den König unter Hausarrest und es wurde ein Referendum über die Fortsetzung der Monarchie abgehalten. Die Mehrheit war angeblich für deren Abschaffung. Das neue Parlament von Sikkim unterbreitete einen Gesetzesentwurf, daß Sikkim der 22. Bundesstaat der indischen Republik werden sollte.
Diese zwar rein politische, in ihrer korrekten Abwicklung jedoch äußerst umstrittene und von China bis 2003 nicht akzeptierte Übernahme ist der letzte große Machtwechsel von Sikkim. Die Öffnung des Nathu La (La=Pass) 2006 war die erste Grenzöffnung zwischen Indien und China und der Anstoß für eine Öffnung des Landes auch für westliche Besucher.

Landwirtschaft – Export – Energie 

Das wichtigste Standbein der Wirtschaft Sikkims ist die Landwirtschaft und zunehmend auch der Tourismus. Seit 2015 wird ausschließlich Öko-Landbau betrieben, mehr als 76.000 Hektar Land werden von rund 66.000 Bauern nachhaltig bewirtschaftet. Man setzt auf Wurmkompostierung, Gentechnik, Pestizide und Chemiedünger interessiert hier keinen Bauern und ist auch seit 2016 per Gesetz verboten. Der einzige große landwirtschaftliche Betrieb, die staatlichen Temi-Teegärten, tragen sogar das Fairtrade-Siegel. 2018 wurde Sikkim für seine Agrarwende zu „100% Bio“ mit dem Future Policy Award ausgezeichnet.

Tee und Kardamom werden exportiert. Doch um biologische Erzeugnisse weiter zu fördern, darf kein konventionelles Gemüse und Obst nach Sikkim eingeführt werden.

Die Energieversorgung erfolgt zu 100% aus erneuerbaren Energien. Überschüssiger Strom aus Wasserkraft und Solaranlagen wird exportiert und trägt maßgeblich zum Staatshaushalt bei.

Das Vermeiden von Müll und Recycling sind in Sikkim beinahe Staatsziele. 1998 wurden Plastiktüten verboten. Jetzt gehen die Sikkimesen wieder mit selbstgenähten Taschen zum EInkaufen, Lebensmittel werden in große Blätter oder Papier eingewickelt. Denn hohe Strafen und der Entzug von Verkaufslizenzen haben die Händler schnell zum Umdenken veranlaßt.
Seit 2016 wurde das Verbot von Plastik auf Plastikwasserflaschen, Einweggeschirr, Styroporbe-hältnisse für Essen, Plastikstrohhalme etc ausgeweitet. Stattdessen werden wiederverwendbare Wasserflaschen benutzt, es gibt staatliche Wasserausgabestellen mit sauberem Wasser und auch Touristen sind aufgefordert kein Plastik ins Land zu bringen.

Der Erfolg für Bio ist auch dem Respekt der Bevölkerung gegenüber der Natur geschuldet. Die Ureinwohner Lepcha und Bhutia bringen der Natur ohnehin großen Respekt entgegen, denn für sie ist jeder Wald, jeder See und jeder Berggipfel heilig und unanstastbar.

Völker und Religionen

Im Alltag der Menschen spielt der Buddhismus eine wichtige Rolle, zugleich bleibt bei den Volksgruppen der Bhutia und Lepcha der  animistische Glaube lebendig. Schamanen werden immer noch zu Rate gezogen. Besondere Ehrerbietung zollen aber alle Bewohner dem Kanchendzönga „Schlafender Buddha“, Sitz der Schutzgottheit von Sikkim und mit 8.586m der 3.höchste Berg der Welt.

Sehenswürdigkeiten

Während der Norden mit seinen schneebedeckten Berggipfeln wild und abgeschieden ist, dominieren im Westen, Süden und Osten kleine hinduistische Tempel und buddhistische Klöster aus tibetischem Erbe.

Highlights Süd & West-Sikkim: Kraftort Tashiding, Temi Teegarten, Village Walks in der Region Rinchenpong, Kangchenjonga Nationalpark, Kloster Pemayangtse, Wunschsee Khecheopalri See, Bergdorf Yuksum, Rhododendron Sanctuary, Sanga Choeling, Rabdentse; Bhutia & Lepcha Kultur, Nyingma-, Kagyu- und Bön-Buddhismus

Highlights Ost-Sikkim: Hauptstadt Gangtok, Tsongmo See, Kloster- und Tempelbesuche (Rumtek, Enchey), Terrassenlandschaften, einfache Wanderungen, Lepcha-Kultur, verschiedene Vegetationsstufen von subtropisch bis alpin

Highlights Nord-Sikkim: wilde Bergwelt, einzigartige Vegetation, Wandern im Hochtal Yumthang, Einblick in die Gemeinschaft der Lachungpa, Lachenpa und Yakhirten

Flora & Fauna

Dichter Rhododendron, terrassierte Reisfelder und subtropische Wälder reich an Orchideen dominieren das kleine Reich im Himalaya. Über 500 Baumarten bilden die Misch- und Nadelwälder der subtropischen und gemäßigten Zonen, ergänzt um Bambus, der hier ebenfalls baumhoch wächst und Farne, die die Böden der Wälder bedecken. Je nach Jahreszeit leuchten ganze Berghänge von den roten, rosafarbenen und gelben Blüten der Magnolien und Rhododendren, funkeln die Blüten der wilden Orchideen durch das Geäst der Bäume. Orchideensorten wie Cymbidiums, Vandas, Cattlelyas, Dendrobiums, Hooheriana, Farmeri etc. wachsen hier, auch verschiedene Aronstab-Arten, Azaleen, der Scheinmohn (Meconopsis) oder der blaue Lerchensporn (Corydalis cashmeriana) und mehr als 60 Primelarten, von denen einige endemisch sind.

Das Wissen über mehr als 600 bekannte Heilpflanzen ist unter ländlichen Bevölkerung weit verbreitet, von denen immer mehr Auszüge und Wirkstoffe Einzug auch in unsere westliche Medizin halten.

Die Vielfalt der Tierarten in Sikkim ist ebenso groß wie die der Pflanzen. In den Hochlagen lebt der Schneeleopard, verschiedene Schaf- und Ziegenarten und Yaks mit ihren Hirten. Der Rote Panda, Dschungelkatzen, der Schwarzbär und der Schakal gehören zu den größeren Säugetieren in den niedrigeren Lagen und Wäldern. Ohr und Auge erfreuen mehr als 500 Vogelarten wie die chinesischen Nachtigallen, Damadrosseln, Nektarvögel, Rußbülbül, Silberohr-Sonnenvögel, Gänsesäger, Schlangenhalsvögel und viele, viele mehr.  In den subtropischen Niederungen flattern über 400 Schmetterlingsarten und erfreuen Ohr und Augen.

Der Kanchengdzoenga-Nationalpark mit einem Schutzgebiet von 850 km² rund um den namensgebenden heiligen Berg ist der einzige Park der Welt, der gleichzeitig UNESCO-Biosphärenreservat und UNESCO-Weltkulturerbe ist. Gebiete im Norden des Landes sind der Nutzung und sogar dem Betreten der hier lebenen Ureinwohner vorbehalten. Auch das trägt zum Erhalt der Artenvielfalt und zu ihrem Schutz bei. Ausländern ist er nur nach Einholung einer Sondergenehmigung gestatttet diese Gebiete zu bereisen. Eine Vielzahl von kleinen Naturreservaten beschützt landesweit bestimmte Populationen und Hotspots der Botanik.

Beeindruckend sind auch die strengen Regeln, die den Tieren und der Umwelt zugutekommen. So darf in Sikkim weder gejagt noch gefischt werden. Auch das Fällen von Bäumen ist verboten. Als Strafe für einen gefällten Baum muss der Täter zehn neue pflanzen. Einmal im Jahr wird mit dem Projekt «10 Minuten für Mutter Erde» das ganze Land mobilisiert. Dann pflanzt quasi die ganze Nation Bäume.