Von den Klöstern am Indus zu den Changpa-Nomaden am Tso Moriri
HIGHLIGHTS
• Kombination aus Kultur und den landschaftlich schönsten Regionen Ladakhs
• Wanderung auf dem Sham Valley Trek
• Hanle & die Milchstrasse
• heilige Seen: Tso Moriri und Tso Kar
• authentische Begegnung mit den Changpa Nomaden
• buddhistische Kunstschätze in weltabgewandten Klöstern
• Maskentänze & Argham Ritual beim Korzok Gustor Fest im August
PRIVATREISE . AKTIV . WANDERN . SHAM VALLEY HIKE . KLOSTERKULTUR . CHANGPA NOMADEN . TSO MORIRI – KORZOK GUSTOR
REISEDAUER 16 Tage in Ladakh
REISETERMIN: Privatreise zum Wunschtermin
REISEROUTE: Leh – Nimoo (3 N) . Temisgang (2 N) . Hemis Shukpachan (1 N) . Leh (2 N) . Teri (1 N) . Hanle (1 N) . Tsomoriri (2 N) . Indus Tal (3 N) – Leh
REISELEITUNG: lokale, englischsprachige Reiseleitung
Reisen nach Ladakh versprechen beeindruckende Landschaften und Einblick in das reiche Erbe des tibetischen Buddhismus.
Wer jedoch die nomadische Kultur kennenzulernen möchte, die auch zu Ladakh gehört, der reist in die abgelegene Region des Tso Moriri. Diese stille baumlose Hochgebirgswildnis mit tiefblauen Salzseen sind Lebensraum der Changpa, dem nomadischen Hirtenvolk, die mit ihren Pashmina-Ziegen und Schafen über die kargen Hochweiden ziehen. Ihre Kultur und Traditionen erleben Sie beim Korzok Gustor, eines der schönsten Klosterfeste in Ladakh. Angetan mit wertvollem Kopfschmuck und traditioneller Kleidung kommen sie ins Kloster, feiern die heiligen Tänze und begeben nach zwei Tagen Festlichkeit zurück zu ihren Yakzelten und Weideplätzen.
Vorab besuchen Sie bedeutende Heiligtümer im Indus Tal, der als das kulturelle und spirituelle Rückgrat des Landes gilt und ein Schatzkästchen tibetisch-buddhistischer Kunst aufweist. Sie wandern auf dem Sham Valley Trek durch eine beeindruckenden Bergwelt aus hohen kahlen Felsen und hübschen Dörfern mit sorgfältig angelegten Feldern, Aprikosengärten und weißen Chorten. Unterwegs nächtigen Sie bei Gastfamilien, sitzen in ihren behaglichen Küchen und genießen köstliche Hausmannskost.
Tag 1 | Ankunft in Ladakh und Ruhetag
Nach einem eindrucksvollen Flug über die grandiosen Gipfel des Himalaya werden Sie am Flughafen in Leh (3.500m) von Ihrer Reiseleitung herzlich willkommen geheißen. Ist das Gepäck im Fahrzeug verstaut, fahren Sie gleich weiter nach Nimmu. Das hübsche Dorf ist umgeben von grünen Feldern mit Aprikosen, Walnuss- und Apfelbäumen und eingebettet in eine atemberaubenden Bergkulisse. Zur Akklimatisation an die ungewohnte Höhe heißt es erst einmal entspannen und den restlichen Tag im Garten oder auf der Dachterrasse verbringen.
Fahrzeit ca. 40 Minuten
3 Übernachtungen Nimuu Heritage House (3.100m) | F,M,A
Tag 2 | Basgo
Wir besuchen Basgo (3.295m), eine markante Lehmfestung über dem Indus Tal. Die Anlage gilt als das erste politische und königliche Zentrum der Namgyal-Dynastie von 1445-1650 n.Chr. Jahrhundertelang ein bedeutender strategischer Außenposten, kontrollierten von hier aus die königlichen Beamten den Talabschnitt mit seinen wichtigen Handelswegeen. Auch wenn die Wehrarchitektur nur noch eine Ruine ist, so trotzen die drei Tempel innerhalb der Anlage dem Zahn der Zeit. Sie gehören zu den ältesten noch erhaltenen Bauten ihrer Zeit, besitzen wunderschöne Wandmalereien und werden weiterhin von der Bevölkerung genutzt und verehrt.
Beachtenswert ist der kleine Cham Chung-Tempel, geweiht der Schutzgottheit Kalzang Drolma und Verkörperung von Gyal Khatun, einer Balti-Prinzessin und Hauptgemahlin von König Jamyang Namgyal (17.Jh.). Als Muslimin förderte sie kleine Moschee in Shey und Leh, ließ aber auch buddhistische Klöster errichten. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie die Regierungsgeschäfte bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes Sengye Namgyal. Er sollte zum bedeutendsten Herrscher Ladaks aufsteigen.
Wir genießen den Blick von den Lehmterrassen auf die weiten Flussoasen, Felder und umliegenden Berge.
Tag 3 | Chilling – Tal der Kupferschmiede
Entlang dem Zanskar Canyon fahren wir nach Chilling (Pyi-glig, „Ort des Ausländers“), eine grüne Oase inmitten karger Berge mit ca. 70 Einwohnern. Die Familien sind Nachkommen der Newari-Kupferschmiede aus Nepal, die König Sengye Namgyal im 16.Jahrhundert ins Land holte, um die kolossale Buddha-Statue im Kloster Shey anzufertigen. Danach erlaubte der König ihnen im Land zu bleiben und weiterhin Statuen für Klöster und Paläste zu bauen. Als neue Heimat gab er ihnen das Land bei Chilling (3.200m). Seitdem belieferte der Ort Klöster und die Hauptstadt mit Kupfer-, Silber und Messingarbeiten.
Doch die einst blühende Kunstform des Metallhandwerks wird heute nur noch zwei Familien im Dorf als Beruf ausgeübt. Beim Besuch einer Metallwerkstätte schauen wir dem Schmied bei der Arbeit zu. Er wird über die Geschichte von Chilling und das Metallhandwerk erzählen und uns durch sein kleines Museum führen.
OPTION: ca. 2-stündiges Rafting auf dem Zanskar / Extrakosten
Tag 4 | Kunstschätze in Alchi und Mangyu
Kurze Fahrt nach Alchi. Versteckt in einem lieblichen Aprikosenhain im Tal liegt Kloster Alchi aus dem 11.Jahrhundert (UNESCO Weltkulturerbe) und entging so der Aufmerksamkeit durch räuberische Eindringlinge, die meist Klöster auf gut erkennbaren Hügeln angriffen. Handwerkskünstler aus dem benachbarten Kaschmir schufen in der Choskhor-Anlage mit Dukhang, Sumtsek und Manjushir-Schrein großformatige Wandzyklen, Skulpturen und feinste Holzschnitzarbeiten – Kleinode tibetisch-buddhistischer Ikonographie aus über acht Jahrhunderten.
Unweit von Alchi liegt ein weiteres Kleinod aus dieser Zeit: Mangyu. Klein und schön, mit nur wenigen Häusern und einem Kloster, umgeben von grünen Terrassenfeldern, Pappeln, weiß getünchten Stupas, eingerahmt von hohen Felsen. Kaum ein Besucher kommt hierher. Doch ist Ort ideal für einen stimmungsvollen Spaziergang und einen Besuch von Kloster Mangyu, entstanden im frühen 12. oder 13.Jahrhundert. Haupttempel und Kapellen sind wahre Schatzkästchen, ausgemalt mit großflächigen Mandalas, Buddha-Statuen, zornvollen Gottheiten und Ornamenten – alles von derselben hohen Qualität und Farbigkeit wie Alchi. Doch im Gegensatz zu Alchi wird das Kloster von den Dorfbewohnern als Ort des Gebetes und der Kontemplation genutzt.
Wer gerne in der Natur unterwegs ist, wandert die Schlucht (ca. 1 Std) hinab nach Gyara, wo das Fahrzeug wartet. Von dort Weiterfahrt nach Temisgang.
2 Übernachtungen in Temisgang | F,M,A
Tag 5 | Ausflug ins „Mondland“ Lamayuru und Wanla
Fahrt ins legendäre „Mondland“ nach Lamayuru mit dem Großkloster Lamayuru. Das Kloster ist eines der größten und ältesten in Ladakh und bekannt für seine intensive Studien- und Meditationspraxis. Besichtigung der großen Versammlungshalle, geschmückt mit Thangkas, Wandmalereien und einer kleinen Höhle. Der Überlieferung nach der Meditationsort des großen Gelehrten Naropa (1016-1100). Besonders eindrucksvoll sind die Darstellung von zornvollen Schutzgottheiten im Sengge Lhakhang, die an die schamanistische Bön-Religion erinnern.
Vom Kloster beginnen wir eine Wanderung durch eine eindrückliche Landschaft zum 3.732 Meter hohen Prinkti La (Eidechsen-Pass) und steigen im warmen Nachmittagslicht ins hübsche Dorf Wanla (3.145m) ab. Die traditionellen Lehmhäuser gruppieren sich hübsch um einen markanten Felshügel und in dem kleinen, uralten Wanla-Tempel (Tashi Sumtsek) verweisen die Innenfresken auf die frühesten Exemplare eines aus Zentraltibet stammenden Malstils. Nach dem Besuch Rückkehr nach Temisgang.
Tag 6 | Sham Valley Trek: Ang – Hemis Sukpachan
Kurze Fahrt nach Ang. Von dort beginnen wir unsere moderate Tageswanderung durch die Abgeschiedenheit des Sham Valley nach Hemis Sukpachan. Wir laufen durch die Stille der kargen Bergwelt, steigen bergan und dann wieder hinab, gehen steil hinauf zum Mebtak La. Die Höhe wird uns zu schaffen machen, wir gehen erheblich langsamer. Auf der Passhöhe flattern die bunten Gebetsfahnen im Wind, wir blicken in ein spektakuläres Tal, das wir erklommen haben. Dann folgen wir dem Pfad sanft die Hügel hinunter in das breite Tal von Hemis Sukpahan. Mit seinen Feldern, Aprikosengärten, Bewässerungskanälen und einem Wacholderhain iädt das Dorf zum Verweilen. Später spazieren wir einen Hügel hinauf zur goldenen Buddha-Statue und genießen das außergewöhnliche Panorama über das Tal und die weißen Himalayagipfel am Horizont.
ca. 9km, Gehzeit ca. 4 Std. | ↑312 Hm ↓714 Hm / höchster Punkt: Mebtak La 3.720m
im August kann es sehr heiß sein, es gibt kaum Schatten auf dem Weg
1 Übernachtung im Homestay in Hemis Sukpachan (3.632m) | F,M,A
Tag 7 | Kloster Rinzong und Begegnung im Nonnenkloster
Am Vormittag nehmen wir Abschied und reisen weiter nach Leh. Unterwegs besuchen wir Ridzong (Rizong), ein abgeschiedenes Kloster, bekannt für eine asketische Ausrichtung und ein strenges Klosterleben. Die schlichten, aber sorgfältig gestalteten Räume betonen die kontemplative Konzentration.
Nach dem Besuch steigen wir durch ein schmales Tal zum Nonnenkloster Chulichan hinab. Die Nonnen sind für den Unterhalt der Mönche von Rizong zuständig, bewirtschaften die Felder, produzieren Aprikosenöl und Grundnahrungsmittel wie Tsampa (geröstetes Gerstenmehl). Parallel zu ihrer alltäglichen Arbeit folgen sie den buddhistschen Lehren und erhalten einen geregelten Unterricht in modernen Unterrichtsfächern – ein anschauliches Beispiel für die Verzahnung von Tradition und Gegenwart im monastischen Alltag.
Weiterfahrt nach Leh und Freizeit
2 Übernachtungen im Hotel in Leh | F
Tag 8 | Leh und seine Altstadt
Die Altstadt von Leh ist ein Beweis für das reiche Erbe und die kulturelle Geschichte von Ladakh. Ein kundiger Guide der Leh Old Town Initiative (LOTI) führt uns auf einem Rundgang durch die wenig bekannten Altstadt-Gassen, die vom einstigen Königspalast von Sengye Namgyal dominiert wird.
Die Altstadt besteht aus etwa 200 historischen Häusern, buddhistischen Tempeln und Moscheen. Hier wohnten und arbeiteten die Minister des Königs, Schreiber, Juweliere, Musiker, Schneider und Handwerker. Je nach Rang hatten sie Unterkünfte von unterschiedlicher Größe und Typus. Fünf Tore führten in die Stadt zu öffentlichen Plätzen und in die Basare.
In der heutigen Chhang Gasse verkaufen Ladakhi-Frauen Gerstenbier, Gonchas und traditionelle Ladakhi-Kleidung. In Chutay Rantak, das seinen Namen den Wassermühlen der Baltis verdankt, die im frühen 17.Jh. unter der Königin Gyal Khatun gebaut wurden, findet man die berühmten Brotbäcker, die ihre köstlich riechenden Fladenbrote direkt vom Ofen aus verkaufen.
Der Rundgang endet an der berühmten Jama Masjid mit dem Maney Khang, dem Haupttor zur Altstadt.
Der Nachmittag steht für individuelle Unternehmungen zur freien Verfügung: Alter Basar, Roter-Maitreya-Tempel, Namgyal-Tsemo-Kloster, Shanti Stupa, Zentralasiatische Museum. Oder Sie entspannen einfach im Hotel.
Tag 9 | Aufbruch nach Teri
Fahrt auf guter Teestraße gen Süden ins hochgelegene Rong-Tal am Indus. Ter-ri bedeutet im lokalen Dialekt „Juwel und Berg“. Seine Bewohner führen ein halbnomadischen Leben, bestellen ihre Felder und sind mit Quellwasser gesegnet, dem heilende Kräfte zugeschrieben werden.
Nach Ankunft im Weiler Teri (Terido), wo wir unsere Etappe nach Hanle unterbrechen, besuchen wir das Teri-Kloster mit der Ashoka Stupa, bekannt als Skudung. Einst nur so groß wie eine Faust, wurde sie vom Ortsschmied in Silber gehüllt und sorgfältig aufgewahrt. Erst als der verehrte Staktsang Raspa Rinpoche das Tal segnete und ein Kloster errichten ließ, wurde die Reliquie im Altarraum aufgestellt.
ca. 95km | Fahrzeit +/- 3 Std.
1 Übernachtung bei einer Gastfamilie im gepflegten Cho House (3.719m) | F,M,A
Tag 10 | ins Hochtal von Hanle
Weiterreise gen Süden in das Hochtal von Hanle (4.260m), das erst seit Kurzem für ausländische Besucher zugänglich ist. Zentrum des Tals ist das Hanle Kloster des Drukpa-Kagyu-Ordens, dessen Schirmherr der berühmte König Sengye Namgyal war. Es diente als spirituelles Lehrzentrum, war aber auch ein wichtiger Außenposten an der historischen Route Richtung Westtibet. Die imposante, weiße Klosterfestung thront auf einem kahlen, grauen Felsen über dem Tal und demonstriert so seine einstige Bedeutung.
In Hanle steht zudem das Indische Astronomische Observatorium, denn der dunkle Himmel, die extrem trockene Luft und die geringe Luftverschmutzung schaffen ideale Bedingungen für die Beobachtung der Milchstraße und für Astrofotografie.
ca. 150km | Fahrzeit +/- 3-4 Std
1 Übernachtung in einem einfachen Gästehaus (4.500m) | F,M;A
Tag 11 | Hanle – Sumdho – Tso Moriri
Wir verlassen Hanle, überqueren bei Mahe den Indus und kommen durch Steppe und menschenleere Regionen nach Sumdho, Ausgangsort in die Hochebenen des Changthang. Bald kommen die ersten Yakzelte der Changpa-Nomaden in den Blick, die mit ihren Ziegen über das karge Land ziehen. Und dann erscheint wie eine Fata Morgana der majestätische Tso Moriri oder „Bergsee“, ein heiliger und sehr isolierter Ort.
Nach Ankunft im Dorf Korzok ruhen wir uns aus, gewöhnen uns an die Höhe.
Später besuchen wir das Kloster, ein 300 Jahre altes Heiligtum. Während die Mönche ihre Abendgebete anstimmen, geht die Abendsonne über den weißene Berggipfeln unter und taucht sie in ein wunderbares Farbenspiel aus Gelb, Orange und Purpur ein. Wir sitzen still, ehrfürchtig und staunend an diesem fernen Ort.
ca. 160km, Fahrzeit +/- 5 Std. je nach Witterung und Straßenzustand
2 Übernachtungen in Korzok in einfacher Unterkunft (4.595m) | F,M,A
Tag 12 | zu den Sommerweiden oder Korzok Gustor
Der tiefblau schimmernde Tso Moriri (4.530m) auf dem hochgelegenen Rupshu-Tal ist von baumlosen Bergen und schneebedeckten 6.000er-Gipfeln umgeben.
Diese einzigartigen Landschaften sind Heimat einer Vielzahl an Wildtieren, darunter der Kiang, Red Fox, Baral, Steinbock, Kiang und der seltene, stark gefährdete Schneeleopard. Schwarzhalskraniche und Zugvögel treffen sich in den Sommermonaten am See, um zu brüten. Hüter dieser heiligen Landschaft sind die Mönche des Korzok-Klosters.
Das Dorf Korzok mit festen Häusern gruppiert sich um das Kloster und gilt als eine der ältesten permanent bewohnten Hochgebirgssiedlung der Welt, ein Ort, an dem sich nomadisches Leben mit landwirtschaftlicher Bewirtschaftung kreuzen. In den kurzen Sommermonaten wird Hafer, Gerste und Gemüse angebaut, gespeist vom frischen Wasser der Gletscherbäche.
Von Korzok wandern wir zu den Sommerweiden der Nomaden, wo sie mit ihren Yaks, Pashmina-Ziegen, Schafen und Pferden leben. Einblick in die Wanderzyklen, Weiderechte und die Verarbeitung der feinen Pashmina-Wolle.
Option: das Korzok Gustor Festival vom 6.-7.August 2027
Es ist eines der denkwürdigsten Feste in Ladakh und ehrt die Traditionen und den Lebensstil der Changpa-Nomaden. Zwei Tage lang ist das ruhige Dorf erfüllt von dem Treiben, der Freude und dem Zusammenkommen der Changpa-Familien.
Schon von Weitem erklingen die Pauken, die tiefen Rufe der Hörner und Trompeten Pauken vom Festplatz. Besucher strömen zum Festplatz beim Kloster, vor allem die Changpa-Frauen tragen ihre schönsten Kleider und den auffälligen Kopfschmuck, den Perak, verziert mit schweren Türkis-Steinen. Kunsthandwerk, Pashmina-Stoffe und lokale Köstlichkeiten werden an Ständen zum Kauf angeboten.
Mönchen in aufwendigen Roben aus Brokat und Seide und mit furchterregenden Masken führen traditionelle Tänze (chams) auf. Sie repräsentieren die Dharampalas, Schutzgottheiten des buddhistischen Pantheons der Drupka-Schule. Die uralten Tänze symbolisieren den Sieg des Guten über alle Arten von Übel. die die Gemeinschaft bedrohen.
Die Festlichkeiten enden mit dem „Argham“-Ritual. Die Gruppe der „Black-Hat“-Tänzer zerteilen und zerstreuen eine „Sturma“, eine wunderschön gefertigte Skulptur aus geröstetem Gerstenmehl und Butter und stellen damit das harmonische Gleichgewicht im Rupshu-Tal wieder her.
Nach den letzten Segnungen für Mensch und Tiere begeben sich die Nomadenfamilien in die weiten, einsamen Hochebenen und in ihr mühsames Leben zurück. Wir bleiben noch eine weitere Nacht am Tso Moriri und reisen am nächsten Morgen weiter ins Indus Tal.
Tag 13 | Tso Moriri – Tso Kar – Indus Tal
Frühzeitig treten wir die Rückreise ins Indus Tal an. Doch bis wir den Highway erreichen, ist das Vorwärtskommen durch die menschenleere Berglandschaft recht holprig. Immer wieder gibt es Schlaglöcher oder Straßenarbeiten. Auch kann es zu einem unerwarteten Wetterumschwung kommen, Schneefall und heftiger Regen sind auch in den Sommermonaten nicht ungewöhnlich.
Wir passieren den Tso Kar „weißer See“. Seine Farbe stammt von der dicken Salzkruste rund um den See und war einst wichtige Handelsware zwischen Tibet und Ladakh. Trotz seines hohen Salzgehaltes des Wassers ist der See ein wichtiger Lebensraum für eine große Anzahl von Vogelarten, wie den seltenen Schwarzhalskranich.
Eine Mittagspause können wir im Marktflecken Upshi (3.400m) einlegen und in der kleinen RDZA Pottery in Igoo vorbei schauen. Dann geht es auf guter Straße ins Indus Tal.
ca. 190km, Fahrzeit +/- 4-6 Std.je nach Straßenzustand
3 Übernachtungen Indus River Camp (Cottage) | F,M,A
Tag 14 | Kulturschätze im Indus Tal
Wir wandern entlang der weiten Ufern des Indus nach Shey, besuchen den Sommerpalast der Königsfamilie und das Kloster, das wundervolle Thangka besitzt. Im Palastmuseum von Stok staunen wir über damalige Mitgift der Balit-Prinzessin Gyal Khatun, Kunstwerke und funkelnde Kronjuwelen der Namgyal-Könige.
Den Nachmittag verbringen wir entspannt in unserem schönen River Camp.
Tag 15 | Ausflug nach Hemis oder Chemrey
Am Morgen Fahrt nach Hemis, das in einer engen Schlucht abseits der Hauptstrasse liegt. Unter der Schirmherrschaft der Namgyal-Dynastie haben seine umfangreichen Landbesitze und seine sichere Lage für Reichtum und Prestige gesorgt. Kloster Hemis ist das spirituelle Zentrum des Drukpa-Kagyu-Orden (Gründer war Lama Staktsang Raspa) und seine Architektur ist an die eines tibetisch-bhutanischen Dzongs angelehnt. Wir besuchen die prächtigen Altarräume und Kloster-Museum mit einer Sammlung von religiösen Gegenständen aus Tibet, Kaschmir und den Nachbarregionen. .
Etwas weiter entfernt in ruhiger Isolation liegt Kloster Chemrey, auf einem Hügel wie in einer riesigen Einöde. Lama Staktsang Raspa (1574-1651), tibetischer Meister, der die Drukpa-Kagyu-Tradition in Ladakh etablierte, gab den Bau in Auftrag als ein Akt religiöser Hingabe an den verdienstvollen König Sengye Namgyal. Von besonderem Interesse ist der Dukhang mit herrlichen Wandgemälden, der Lama-Lhakhang, eine dunkle Kammer mit einer Sammlung bemerkenswerter Statue und kleineren Bildnissen von Guru Rinpoche und seinen Gemahlinnen sowie der Guru-Lhakhang mit einer großen Statue von Guru Rinpoche, die in Chilling im 17.Jh. angefertigt und erst vor einigen Jahren hierher gebracht wurde.
Rückkehr und entspannter Restnachmittag und Abend, um die Rückreise vorzubereiten und die Eindrück der letzten Tage nachklingen zu lassen.
Tag 16 | Tashi Delek Ladakh
Kurze Fahrt (20 Min.) zum Flughafen für den Weiterflug nach Delhi. Von dort erfolgt Ihr Individueller Heimflug.
Die angegebenen Zeiten sind Richtwerte, Programmänderungen (wegen Straßen- und Wetterverhältnissen, Flugänderungen oder aus sonstigen Gründen) bleiben ausdrücklich vorbehalten.
VERLÄNGERUNG: Nubra Tal – Pangong Tso
REISEDATUM: Privatreise zum Wunschtermin
REISEPREIS PRO PERSON: auf Anfrage
Eingeschlossene Leistungen
- Privatreise Ladakh lt. Programm
- 15 Übernachtungen in Ladakh lt. Programmin
- Verpflegung lt. Programm
- lokale, Englischsprechende Reiseleitung ab/bis Leh
- alle Fahrten und Transfers lt. Programm
- Wanderungen, Begegnungen, Besichtigungen und deren Eintritte lt. Programm
- ausführliche Reiseunterlagen, Sicherungsschein
Nicht eingeschlossen
- alle Flüge
- alle Leistungen außerhalb von Ladakh
- Trinkgeld, Extras wie Rafting
- nicht erwähnte Mahlzeiten, Getränke in Hotels / Restaurants
- E-Visum Indien (derzeit USD 25,-)
- Reiseversicherung, zusätzliche Kosten bei Krankheit, Bergrettung, Änderung der Route durch höhere Gewalt bzw. bei Änderungen durch Flugzeitenänderung oder Flugausfall
weitere buchbare Leistungen
- Premium oder Business Class Flug; Preis auf Anfrage
- Verlängerungsprogramm z.B. Pangong See und Nubra Tal
- Tageswanderungen dauern i.d.R. ca. 4 Stunden (abhängig von Fitness und Ausdauer)
- einzelne Wegabschnitte sind steil, doch alle Wanderungen sind fakultativ und können auch ausgelassen werden. Eine gute Gesamtkonstitution sowie Fitness und Trittsicherheit ist empfehlenswert
- gute eingelaufene Wanderschuhe mit Profilsohle sowie Wanderstöcke empfehlenswert
- eine gute Akklimatisationszeit von mind. 2 Tagen (Nimmu) dient der schnelleren Anpassung an die Höhe
- die Unterkünfte in Changthang sind sehr sehr einfach. Eigenes Badezimmer, westliche Toilette ist nicht vorhanden; auf Komfort muß verzichtet werden! Die Homestays während des Sham Valley Treks sind ebenfalls einfach, aber sehr sauber mit traditioneller Einrichtung.
Festivalzeit in Ladakh ist das ganze Jahr über. Die bedeutendsten Klosterfeste sind Hemis (sehr touristisch!), Takthok, Phyang, Lamayuru und Korzok Gustor. Kleinere Feste fern touristischer Hektik sind meist im Winter (November bis März).
Flugabsagen/-verschiebungen
Die Flüge von/nach Leh sind Sichtflüge, welche nur bei guter Witterung stattfinden. Schlechte Sichtverhältnisse, Niederschläge, starke Winde etc. können zu Absagen führen. In so einem Fall suchen wir die beste Lösung und passen das Programm entsprechend an.

Klima: Ladakh ist als einzige Region in Indien nicht vom Monsun betroffen. Generell ist es ein trockenes Gebiet mit geringen Niederschlägen.Die beste Reisezeit ist von Juni bis Anfang Oktober.
Doch auch Ladakh ist von den weltweit zunehmenden Klimaveränderungen nicht verschont. Es können jederzeit Schlechtwettereinbrüche mit Regen und Kälte kommen (z.B. im Hochland von Channgthang). Das kann dazu führen, daß Pässe blockiert, Flüsse übertreten und Wege schnell schlamig und rutschig werden. In solchen Fällen wird das Reiseprogramm den Umständen und im Rahmen des Verantwortbaren entsprechend angepaßt. Die Sicherheit hat immer erste Priorität.
Temperaturen: Juni bis Anfang Oktober ist sonnig und warm mit Tagestemperaturen teilweise bis 30°C. Am Abend, im Schatten und in höheren Lagen bleibt es jedoch kühl.
Ab Mitte Oktober fallen auch tagsüber die Temperaturen. Nachts kann es kalt werden. Auf den hohen Bergpässen fällt schon Schnee















